Unendlich dankbar: Dr. Irene Teichert-von Lüttichau blickt zurück auf drei Jahre Stiftung Kinderklinik Schwabing

02.07.2019 - Drei Jahre gibt es die Stiftung Kinderklinik Schwabing bereits. Eine der Initiatoren ist von Anfang an die Onkologin Dr. Irene Teichert-von Lüttichau. Im Interview blickt sie zurück und voraus.

Zur Person

Die Oberärztin leitet seit 2008 den Schwerpunkt Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Frau PD Dr. Teichert-von Lüttichau hat an der Universität Innsbruck studiert, in den USA an der Universität Stanford wissenschaftlich gearbeitet und an den Universitäten Mainz und München (LMU und TUM) ihre Ausbildung zur Kinderärztin vervollständigt. Seit 1997 ist sie an der Kinderklinik Schwabing tätig. Sie hat selbst zwei erwachsene Söhne. Sie hat den Grundstein für die Stiftung Kinderklinik München Schwabing zusammen mit Dr. Michael Diederich 2012 gelegt und ist von Anfang an Mitglied im Vorstand und im Stiftungsrat.

Über ihre Motivation

„Die Situation unserer kleinen und großen Patienten, die oft extrem krank sind berührt mich sehr. Von Anfang an habe ich die Ziele der Stiftung und auch meine Motivation einerseits darin gesehen den Klinikaufenthalt der Kinder und Jugendlichen erträglicher, herzlicher, besser zu machen. Gerade wenn, wie in Schwabing, eine Klinik neu gebaut wird, ist das die ideale Gelegenheit, die Klinik über die Standards hinaus zum Wohl der Kinder und Jugendlichen zu gestalten und zu optimieren. Anderseits sehe ich als ein übergeordnetes Ziel der Stiftung und mein ganz persönliches Anliegen als wissenschaftlich und klinisch tätige Ärztin  das universitäre, wissenschaftliche Niveau unserer Klinik zu erhalten und kontinuierlich im Sinne der uns anvertrauten Patienten zu verbessern. Unsere Vision ist ein KinderCampus auf dem Gelände des Klinikum Schwabing.“

Über die Erfolge der Stiftung

„Wir haben für unsere noch relativ neue Stiftung sehr schnell sehr viele Unterstützer gewinnen können. Nicht nur großzügige Geldgeber, sondern auch Menschen, die sich mit ihrer Zeit, mit ihrem Knowhow, mit ihrem Netzwerk für unsere Kinder und Jugendlichen sehr engagieren. Dadurch sind wir in kurzer Zeit sehr bekannt geworden und haben einiges bewegen können, das ist eine tolle Leistung, und ich bin den Menschen, die so unermüdlich an unseren Zielen mitarbeiten und unser Anliegen vorantreiben, unendlich dankbar.“

Über Schwierigkeiten

„Schwierigkeiten würde ich das nicht nennen, aber wir haben schon gemerkt, dass wir schrittweise vorgehen müssen und uns nicht zu viel gleichzeitig zumuten können: die Gestaltung der Innenausstattung des Neubaus, ein Elternhaus auf dem Klinikgelände, der KinderCampus auch zusammen mit der Technischen Universität München, das sind schon sehr große Brocken, die wir stemmen wollen, das geht nicht alles gleichzeitig. Wir müssen da bei allem Engagement auch ein bisschen Geduld lernen, so schwer das fällt.“

Über die nächsten Projekte

„Der Spielplatz auf dem Klinikgelände, den wir zum großen Teil mit finanzieren, ist schon geplant und wird voraussichtlich noch in diesem Jahr umgesetzt. Derzeit arbeiten wir intensiv mit den Verantwortlichen der München Klinik an der Innenausstattung des Neubaus wobei wir von der Geschäftsführung und der Klinikleitung sehr unterstützt werden und unser Engagement durchwegs begrüßt wird. Uns allen geht es gleichermaßen um unsere jungen Patienten. Das nächste große Projekt wird dann das Elternhaus sein. All das können wir nur schaffen wenn wir weiterhin viele Menschen für unsere Ziele begeistern! Vielen Dank allen für ihr unermüdliches Engagement!“

Interview
Gerd Henghuber Kommunikation